| Samuel
Eugster, 3/91 |
Schon
früh fiel uns seine rasche Auffassungsgabe und Kreativität
auf.
Im Alter von 3- 4 Jahren gab ich ihm die Küchenuhr zum Anschauen
auf den Tisch herunter. Er zählte die 60 Minutenstriche
durch. Ab diesem Zeitpunkt kannte er die Uhr und konnte die Zeit
lesen.
Mit 4 1/2 Jahren, als der ältere Bruder Philipp in die Schule
kam, konnte er sehr bald lesen. Bei den Hausaufgaben von Philipp
war er immer aktiv mit dabei. Sehr bald fing er auch an, Geschichten
zu schreiben und die entsprechenden Bilder dazu zu malen.
Im Kindergarten war es ihm eher langweilig. Wenn es ihm langweilig
war, hat er öfter im Stillen auf tausend gezählt.
Im ersten Schuljahr war er sehr fleissig und hat viele Zusatzaufgaben
gemacht (vor allem Geschichten geschrieben). Auf Vorschlag der
Lehrerin hätte er die zweite Klasse überspringen können.
Auch nach dem Test der Schulpsychologin wäre ein Überspringen
ohne weiteres möglich gewesen. Samuel wollte jedoch nicht
überspringen. Er hatte Angst, dann in der Klasse der Kleinste
zu sein. Die Schuldirektorin in Arzl riet uns auch eher davon
ab (soziale Aspekte). Sie meinte, Samuel könne in der Klasse
auch zusätzlich gefördert werden, was zum Teil auch
geschah. In der zweiten Klasse arbeitete er das Mathebuch der
dritten Klasse ohne Probleme durch. Manchmal half er der Lehrerin
als "Hilfslehrer".
Momentan ist er in der dritten Klasse, wo er weniger zusätzlich
gefördert wird. Die Schule macht ihm weniger Freude. Manche
Klassenkameraden sind neidisch auf ihn, obwohl er immer noch
gut akzeptiert ist.
In diesem Schuljahr spielt er neben der Flöte mit Begeisterung
und grossen Einsatz auch noch Geige. Privat versuchen wir, ihn
zum Lesen interessanter Bücher anzuregen.
Max & Margrit Eugster, 26. Mai 2000 Arzlerstraße
30c AT-6020 Innsbruck Tel. 0512 26 23 04 eugstermax@aon.at |
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