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GEORG RENDL Der Salzburger Dichter
und Maler Georg Rendl wurde am 1. Feber 1903 in Zell am See als Sohn
des Eisenbahners und passionierten Imkers Georg und der Antonia Rendl
(geb. Kleinheinz) geboren. 1920 verließ
Georg Rendl vorzeitig die Realschule und übernahm die Verwaltung
der väterlichen Bienenfarm in Bürmoos. Weltwirtschaftliche
und auch persönliche Schwierigkeiten setzten dem Betrieb der Imkerei
ein Ende, sodass Rendl ab 1928 gezwungen war, sich seinen Unterhalt
übergangsweise von völlig anderen Tätigkeiten zu bestreiten:
etwa als Streckenarbeiter bei der Bahn, als Hilfsarbeiter bei einem
Kraftwerksbau, danach in der Bürmooser Ziegelei und schließlich
in einer Tafelglasfabrik in Attnang-Puchheim. 1934 heiratete Georg Rendl die Salzburger Notarstochter und Säuglingspflegerin Bertha Funke, welche unermüdlich Rendls Manuskripte ins Reine schrieb und sich bis zuletzt (sie starb drei Jahre vor ihm) als seine treue Helferin und Lektorin"erwies. Bis zum Kriegsausbruch
veröffentlichte der junge Dichter weitere sozialkritische Stücke,
vornehmlich Arbeitergeschichten. Den gegebenen kriegspolitischen Verhältnissen
stand Rendl kritisch gegenüber, was ihm eine Hausdurchsuchung und
kurzfristige in Haftnahme durch die Gestapo einbrachte. 1951 wurde dem anerkannten
Schriftsteller Georg Rendl der Professorentitel verliehen , und im selben
Jahr erkannte man ihm die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde St. Georgen
zu, wo er seit 1938 mit seiner Frau Bertha ansässig war. Diese
liebliche, jedoch mehrmals von der Gewalt des Hochwassers bedrohte Heimat
wird Schauplatz seines 1954 erschienenen, vielerorts gelesenen Romans
Haus in Gottes Hand". In den 60er Jahren wandte sich Rendl wieder zunehmend der Imkerei zu, produzierte und vertrieb Blütenpollenhonig. Außerdem entwickelte und verkaufte er ein Kurmittel auf Pollen- und Honigbasis, das er in Form von Kapseln nach altbewährter Art des Gelee Royale, jetzt Marke >Ambrosia< und >Georgika<, tüchtig an den Mann brachte. Des weiteren widmete sich Rendl in dieser Zeit verstärkt der Malerei, seiner zweiten großen Begabung, der er schon in den 30er Jahren nachging und brachte, indem er bis an sein Lebensende malte, ein bemerkenswertes eigenständiges Oeuvre hervor. Georg Rendl starb am 10. Jänner 1972 allein gelassen in seinem Haus in Gottes Hand"; seine letzte Ruhestätte befindet sich im Friedhof von St. Georgen. Georg Rendl galt
schon zu Lebzeiten - neben Karl Heinrich Waggerl als der bekannteste
Salzburger Schriftsteller seiner Generation. Durch die Neuauflagen seiner
bedeutendsten Werke wurde Rendl wieder entdeckt und rückt nun zunehmend
ins Interesse einer jüngeren Leserschaft.
Georg-Rendl-Gesellschaft |
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