Rupertus Blatt
2. Georg-Rendl-Symposion – Priesterberufungen
Seit Jahrzehnten bestimmt das Thema Priestermangel die Diskussion
in der katholischen Kirche.
Salzburg. Obwohl man in (fast) jeder Diözese eines oder mehrere
dieser „Mistbeete“ für die Berufung von Priestern kennt,
gibt es bis jetzt kein echtes Bewusstsein für diese anhaltende
Stärke der Kirche.
Genau bei dieser Stärke wird das 2. Georg-Rendl-Symposion im Oktober
in St. Georgen bei Salzburg ansetzen. Der Schriftsteller Georg Rendl
(1903–1972) wollte selbst Priester werden und hat sich in seinem
1934 erschienenen Roman „Der Berufene“ damit auseinander
gesetzt. Von 1938 bis 1972 war er in St. Georgen als gläubiger
Katholik und enger Freund von Dechant Michael Neureiter bekannt.
St. Georgen bei Salzburg ist mit vier aktiven Priestern und insgesamt
neun Priesterberufungen im 20. Jahrhundert eines dieser erwähnten
„Mistbeete“. Hätten alle katholischen Pfarrgemeinden
einen ähnlich starken Priesternachwuchs, wäre Priestermangel
sicher kein Thema in der Kirche. Davon abgesehen, dass die Berufung
zum Priestertum eine sehr persönliche Angelegenheit ist und an
jedem Ort der Welt stattfinden kann, geht es um die Frage, warum diese
Berufung in einigen Orten vielfach und im Nachbarort fast nie erfolgt.
Es geht also um die Besonderheiten dieser mit Priestern gesegneten Pfarrgemeinden.
2. Georg-Rendl-Symposion, St. Georgen/Sbg., 7.–10. Oktober.