Kleine Zeitung, 25. Juli 2004
Beilage LEBEN EXTRA

Priester-Biotope in Österreich
Es gibt Gemeinden mit besonders vielen Priesterberufungen

In einer umfangreichen Untersuchung ging der Innsbrucker Politikwissenschaftler Andreas Maislinger der Frage nach, warum aus manchen Orten besonders viele Priester kommen. Maislinger nennt als erstes Kriterium die „Atmosphäre lebendiger Religiosität“. Abzulesen sei diese an Auskünften wie: „Bei uns wird viel gebetet.“ Junge Leute, die sich in solchen Orten für einen geistlichen Beruf entscheiden, würden kein verständnisloses Kopfschütteln ernten – einfach weil Priester oder Ordensmann eine gewohnte Normalität sein. Eine wichtige Rolle spiele auch das Vorbild „markanter Priesterpersönlichkeiten“ und „die Existenz katholischer Familien“. Priester-Biotrope, wo auf 500 Einwohner ein aktiver Priester kommt, sind Gna, Illmitz oder Hopfgarten.

 
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