Kirche bunt 17. Oktober 2004

Was macht einen guten Nährboden für Priesterberufungen aus?

Die Frage, was einen besonders guten Nährboden für Berufungen ausmacht, stand im Mittelpunkt des 2. Georg Rendl Symposions vom 7. bis 10. Oktober in St. Georgen bei Salzburg. Erzbischof Alois Kothgasser, der prominenteste Teilnehmer der Veranstaltung, blickte in einem Vortrag auf seinen eigenen „Weg in die Nachfolge Jesu“ zurück. Er stammt selbst aus einem Umfeld, das besonders viele Priester und Ordensleute hervorgebracht hat: Seine Heimatgemeinde St. Stefan im Rosental (Steiermark) gehört mit zwölf lebenden Priestern zu den „Spitzenreitern“ unter den sogenannten „Priester-Mistbeeten“ im deutschen Sprachraum

Der Innsbrucker Politikwissenschaftler Andreas Maislinger, Initiator des Symposions, erhob in den vergangenen zwei Jahren jene Pfarrgemeinden im deutschsprachigen Raum, die besonders viele Priester hervorbringen. Aufgrund seiner Recherchen nennt Maislinger folgende wichtige Faktoren für solche „Erfolgsmodelle“: eine „Atmosphäre lebendiger Religiosität und gelebten Glaubens“. Junge Leute, die dort einen geistlichen Beruf für sich in Erwägung ziehen, würden kein verständnisloses Kopfschütteln von ihrer Umgebung ernten – einfach, weil Priester oder Ordensperson sein „normal“ sei. Eine wichtige Rolle für Berufungen spiele auch das Vorbild markanter Priesterpersönlichkeiten und die Existenz katholischer Familien.

Maislinger zum Hintergrund des Symposions: Anliegen sei es, den Fokus beim Thema Priesterberufungen auf Positives und Gelungenes zu richten „statt wie üblich auf Mangel und Krise“.




 
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