Eisenstädter KirchenZeitung, 29. August 2004
„Priester-Mistbeete“
Warum bringen manche Pfarren überdurchschnittlich viele Priester
hervor und manche keinen einzigen? Mit dieser Frage beschäftigt
sich der Innsbrucker Politikwissenschaftler Andreas Maislinger seit
einiger Zeit intensiv.
Maislinger stellte eine Liste von sogenannten „Priester-Mistbeeten“
zusammen. Er erhob in den vergangenen Monaten jene Pfarrgemeinden im
deutschsprachigen Raum, die besonders viele Priester hervorbringen.
Als Kriterium gilt einerseits ein Zahlenschlüssel – pro 500
Einwohner muss es zumindest einen aktiven Priester geben. Andererseits
müssen im Verlauf des 20. Jahrhunderts aus der Pfarre mindestens
zehn Priester hervorgegangen sein.
Beispiele aus dem Burgenland sind die Pfarren Illmitz, Pilgersdorf und
Wallern. Die meisten „Priester-Mistbeete“ fand Maislinger
in den Diözesen Graz-Seckau und Salzburg.
Zur Frage der „Priester-Mistbeete“ findet vom 7. bis 10.
Oktober ein Symposion in St. Georgen bei Salzburg
Statt. Dabei geht es auch um die persönlichen Erfahrungen bei Berufungen.
Prominentester Referent bei dem Symposion ist Salzburg Erzbischof Alois
Kothgasser.
Information unter www.maislinger.net/rendl