Bezirksblatt Flachgau, 29. August 2002
"Georg Rendl Symposion" soll St. Georgens Kultur
ankurbeln
Lange Jahre seines Lebens verbrachte der Schriftsteller Georg Rendl
in St. Georgen. Anlässlich seines 100. Geburtstages im kommenden
Jahr würdigt die Gemeinde ihren ehemaligen Bewohner mit der Einführung
eines Georg Rendl Symposions.
ST. GEORGEN (deu). Mit Büchern wie "Die Glasbläser von
Bürmoos" oder dem "Bienenroman" wurde er berühmt.
2003 wäre er 100 Jahre alt geworden. Weil der Schriftsteller Georg
Rendl nicht nur in Bürmoos lebte, sondern mehr als 30 Jahre in
St. Georgen zu Hause war, findet das erste Georg Rendl Symposion in
St. Georgen statt.
Keine Eintagsfliege
"Das Symposion soll jedes Jahr mit wechselnden Themen stattfinden",
sagt Andreas Maislinger aus St. Georgen. In seiner Funktion als Mitglied
der Georg-Rendl-Gesellschaft ist Maislinger für Organisation udn
Leitung der Tagung verantwortlich. Veranstalter sind die Gemeinde St.
Georgen und die Georg-Rendl-Gesellschaft.
Warum so viele Priester?
Priester und Kirche bestimmen den Inhalt des ersten Symposions. "Es
geht um die Frage, warum aus Gemeinden wie St. Georgen so viele Priester
kommen. Auch Georg Rendl wollte Priester werden", so Maislinger.
Nach einem Referat über Rendls Buch "Der Berufene" sollten
die teilnehmenden Priester "etwas über ihre eigene Berufung
sagen". Priester, Wissenschafter und ganz normale Kirchgänger
sind zum ersten Symposion eingeladen.
Bei der Tagung soll ein Referat dem Namensgeber Georg Rendl gelten.
Über das Ziel der Veranstaltungsreihe meint Andreas Maislinger:
"Wenn wir nach der Tagung nicht mehr wiessen als vorher, war es
für mich kein Erfolg."
St. Georgens Bürgermeister Fritz Amerhauser hält das Georg
Rendl Symposion für eine einmalige Gelegenheit, um die "Kultur
in St. Georgen wieder anzukurbeln".
Um dem 100. Geburtstag Georg Rendls auch "äußerlich"
gerecht zu werden, ließ die Gemeinde kürzlich die Gräber
von Georg Rendl und desssen Ehefrau sanieren.