2. Georg Rendl Symposion "Priester-Mistbeete"
Priesterberufungen im deutschen Sprachraum
St. Georgen bei Salzburg 7.- 10. Oktober 2004
Leitung: Dr. Andreas Maislinger


Das Mistbeet des Bistums Trier

Zum Kirchspiel gehören außer dem zentralen Ort noch die Dörfer Bürdenbach, Grube Louise, Güllesheim, Krunkel, Huf, Luchert, Niedersteinebach, Pleckhausen und Willroth. Filialkirchen gibt es in Krunkel und Willroth; eine Kapelle in Güllesheim wird ihrem Ursprung auf eine Pestepidemie während des 30jährigen Krieges zurückgeführt. Das Kirchspiel Horhausen führt den ehrenden Beinamen "Mistbeet des Bistums Trier", weil aus ihm zahlreiche Geistliche und Ordensleute stammen. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts war es vor allem Kaplan Georg Friedrich Dasbach, der weit über die Grenzen des Bistums Trier hinaus bekannt wurde. Der Kirchenmann aus Horhausen wirkte erfolgreich als Publizist, Sozialreformer und Politiker. Als letzterer war er viele Jahre Abgeordneter des Preußischen Landtags und zehn Jahre Abgeordneter des Deutschen Reichstags.

Der Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Höffner stammt ebenfalls aus Horhausen. Auch sein Wirken ist vom Ringen um Lösungen im Bereich sozialer Fragen gekennzeichnet. Im Herbst 1976 wurde er Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

Eine weitere bedeutende Persönlichkeit der Kirche machte Horhausen insbesondere in Norwegen bekannt. Johann Rüth war Bischof von Mittelnorwegen, baute in der fünfziger Jahren die Administratur in Drontheim auf und leitete diese 20 Jahre lang.

Neben diesen Horhausenern wirkten noch ein Dutzend Männer und Frauen als Priester und Missionare und rund dreißig Frauen als Ordensschwestern in Deutschland und sogar in anderen Erdteilen.


 
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