Salzburg, 29. September 2004

Sehr geehrter Herr Dr. Maislinger,

betreffend Ihre Anfrage Reaktion auf Hirtenbrief des Herrn Erzbischofs zum Thema „Berufen und gesandt“ kann ich leider nicht sehr viel mitteilen. Aus den Pfarren selbst gab es keine offiziellen Reaktionen. Einzelpersonen haben sich gemeldet und dem Erzbischof versichert, dass sie seinem Aufruf gerne folgen werden. Wie Ihnen sicher bekannt ist, gibt es ja in der Erzdiözese Salzburg, initiiert von Erzbischof Dr. Andreas Rohracher eine so genannte „Ewige Anbetung“ mit dem Ziel, dass das ganze Jahr über rund um die Uhr nach einem im Direktorium der Erzdiözese angeführten Verteilungsschlüssel die einzelnen Pfarren bzw. Ordensgemeinschaften Anbetungsstunden übernehmen, um für geistliche Berufungen zu beten. Faktum ist aber auch, dass es im Laufe der Jahre bzw. Jahrzehnte immer schwieriger wurde, diesen Dienst tatsächlich über 365 Tage im Jahr à 24 Stunden zu realisieren. Das heißt, wir haben nach einem Durchforsten der Realitäten feststellen müssen, dass etliche Pfarren, aber auch Ordensgemeinschaften nicht mehr in der Lage sind, im vollen Umfang oder überhaupt diesen Dienst zu übernehmen. Wir haben also etliche weiße Flecken im Jahr, wo die Ewige Anbetung de facto nicht mehr realisiert werden kann. Trotzdem gibt es immer wieder auch neue Initiativen in Richtung Ewiger Anbetung, wie etwa zuletzt in der Anbetungskapelle des Domes, wo sich Frauen aufgrund des Aufrufs des Herrn Erzbischofs spontan entschlossen haben, jeden Tag einige Stunden Anbetung zu halten. Weitere Informationen liegen mir leider nicht vor.

Mit herzlichen Grüßen
Dr. Otmar Stefan
Sekretär des Erzbischofs

 
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