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Limburg, 6. Oktober 2004
Lieber Herr Maislinger, die Sache ist schrecklich einfach. Bei uns im Westerwald ist "Mistbeet" ein durch und durch positiver Begriff für einen Teil des Gartens, der besonders fruchtbar ist und wo daher auch viel spriest. Das kann man eben auch auf Regionen der Bistümer übertragen, wo viele Berufungen wachsen. Ich vermute hinter der Kritik mehr ein anderes Problem. Wenn man Mistbeete benennt, dann hat das auch damit zu tun, daß mancherorts anscheinend Geistliche, Christen und andere Menschen dafür sorgen, daß gute Wachstumsbedingungen herrschen - andere hier aber sehr nachlässig sind. Das wollen viele nicht hören. Es ist sehr bequem, die Ursachen für die Miserer nur in der Gesellschaft oder beim lieben Gott zu suchen, der nicht genügend Berufungen wachsen läßt. Das stimmt aber so nicht. Nach meiner Ansicht muß Berufung gefördert werden - nicht gemacht werden. Und wer fördert, der tut so was ähnliches wie düngen, damit was wachsen kann. Soweit. Viele Grüße Pfarrer Friedhelm Meudt
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